Auftrag

Das United States Marine Corps

(USMC) hat den Auftrag, vorgelagerte Marinestützpunke zu erobern oder zu verteidigen sowie den Bodenkampf zu führen. Dabei wird das Gefecht auch im Verbund mit der US Navy und in erforderlichen Fällen mit assistierenden Luftkomponenten geführt. Das USMC verfügt über die taktische Ausbildung und Ausrüstung für die Durchführung von amphibischen Landungsoperationen. Zu den weiteren Aufgaben des USMC gehört der Wachdienst auf bewaffneten Seefahrzeugen der Marine sowie der Schutz von Marineeigentum auf Marinestützpunkten. Das USMC ist zuständig für den Schutz von diplomatischen Vertretungen der Vereinigten Staaten, wichtigen Nuklearwaffenanlagen der US Navy und des Weißen Hauses.

Auf taktischer Ebene gilt beim Marine Corps der Grundsatz „Every Marine a Rifleman (first)“, sinngemäß: „Jeder Marine ist (zuallererst) ein Infanteriesoldat“. Diese Parole stammt aus dem Koreakrieg und hat praktische, idealistische und historische Hintergründe. Auf dieser Doktin fußt der Erolg des USMC. Durch die hohe Flexibilität des USMC erweiterte sich auch nach dem Kalten Krieg das Aufgabenfeld und die Einsatzmöglichkeiten. Heute führen die Marineinfanteristen des USMC den Kampf gegen den Terror im Nahen Osten sowie Zentralasien und bilden eine wichtige strategische Komponente in der militärischen Durchsetzung amerikanischer Interessen weltweit.

 

Die 1st Marine Assault Company

(1st MAC) bildet die Speerspitze der 28th MEU. Die Kernkompetenzen der 1st Marine Assault Company sind:

Amphibische Landungsoperationen
Anlanden im gewässernahen Bereich als mechanisierte Infanterie mit AAV Pandur II, Booten oder bewaffneten Seefahrzeugen der US Navy mit dem Ziel der Errichtung eines Brückenkopfs im Rahmen einer schnellen Anfangsoperation (s.u.) oder zur Verbringung in den Einsatzraum.

Bewaffnete Rückführung
Evakuierung amerikanischer Staatsbürger aus Krisengebieten und im Besonderen die Evakuierung von Diplomaten und Mitarbeitern aus gefährdeten diplomatischen Auslandsvertretungen.

Operationen in der Tiefe
Bei intensiven Kampfhandlungen (z.B. in der kollektiven Verteidigung im Bündnisrahmen) werden Operationen in die Tiefe des gegnerischen Raumes hinein geführt. Ziel ist die Führungs- und Durchhaltefähigkeit des Gegners zu erschüttern, bestimmte Kräfte zu zerschlagen oder ihre Bewegungen zu verzögern und damit ein günstiges Kräfteverhältnis im Rahmen der Gesamtoperation zu schaffen.

Operationen gegen Irreguläre Kräfte
Die 1st MAC hat die Fähigkeit gegen irreguläre Kräfte zu operieren, um Bedrohungen gegen das Einsatzkontigent nachhaltig abzuwehren, sodass der Gesamtauftrag wieder uneingeschränkt durchgeführt werden kann. Dabei werden Kollateralschäden vermieden und die Zivilibevölkerung nicht gefährdet.

Schnelle Anfangsoperation
Schnelle Anfangsoperationen werden in der Regel mit dem Ziel geführt, durch Gewinnen und Sichern eines Einsatzgebietes die Voraussetzungen für die Verlegung und den Aufmarsch von Folgekräften zu schaffen.

Abschlussoperationen
Bei Abschluss eines Gesamtauftrages kann es notwendig sein, nationale oder multinationale Kontingente aus dem Einsatzgebiet auszulösen und abzusichern, damit es zu keinen weiteren Verlusten an Personal und Material während des Abzugs kommt.

Bei allen Operationsarten gilt das Speerspitzenprinzip. Die 1st MAC kommt somit bei solchen Operationen zum Einsatz, die eine hohe Komplexität und Gefahrenlage aufweisen. Die 1st MAC ist daher meist zuerst im Kontakt mit dem Feind.

 

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